Freitag, 20. Mai 2016

Rezension :"Alle Zombies" von David M.Rohlmann, Maria Engels und Piper Marou

 „Alle Zombies“ – von David M. Rohlmann, Maria Engels und Piper Marou

Vorneweg :  Ich bin überhaupt kein Zombiefan. Also so gar nicht. Deswegen war ich sehr skeptisch, ob mir dieses Buch gefällt. Ich habe mich dennoch daran gewagt weil ich von den Autoren schon ein anderes Werk gelesen habe, das mir sehr gut gefallen hat. Und was soll ich sagen, das Buch ist echt gut und eigentlich mehr eine Dystopie. 

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Inhalt : Klick

In dem Buch sind 11 kürzere Geschichten auf insgesamt 187 Seiten zusammengefasst, die aber vor dem gleichen Hintergrund spielen und mehr oder weniger lose zusammenhängen.
In Europa ist ein Virus ausgebrochen, dass bewirkt, dass die Menschen zu „Fressern“ werden – zombieähnliche Gestalten, die sich – wie es Zombies eben so machen – von Menschenfleisch ernähren und Jagd auf die Überlebenden der Seuche machen.
In den Geschichten werden auf sehr spannende Weise die Situationen einzelner Überlebender oder Gruppen Überlebender 20 Jahre nach Ausbruch der Seuche geschildert. Es handelt sich um kurze Situationen, in denen die Überlebenden auf der Suche nach Nahrung und Schutz durch die Ruinen ziehen und versuchen, nicht den Fressern in die Hände zu fallen.

Eine Gruppe hat sich in einem verlassenen Zoo niedergelassen und lebt von den dort verbliebenen Tieren, andere haben sich organisiert und schlagen sich in Gruppen durch verlassenene Wohnungen auf der Suche nach Nahrung.
Keiner weiß, wie die Epidemie ausgelöst wurde und ob es irgendeine Hoffnung auf Rettung für die Menschheit gibt.  Das Ende ist ziemlich überraschend, weil nichts im Buch auch nur irgendwie darauf hindeutet. 

Beurteilung 

Ich bin echt – mal wieder – positiv überrascht, nachdem ich etwas gelesen habe, von dem ich vorher überzeugt war, dass es mir wahrscheinlich nicht besonders gefällt.
Das Buch ist hochspannend – und obwohl es natürlich vorkommt, das Zombies Menschen anfallen und manche Szenen nicht gerade jugendfrei sind, ist das Buch meilenweit von einem billigen Splatterroman entfernt.

Der Fokus liegt hier auf den Schicksalen einzelner und die Erzähler verstehen es, total unerwartet den vom Leser angenommenen Sachverhalt auf einmal auf den Kopf zu stellen. Hier wird dem Leser meisterhaft am Ende fast jeden Kapitels quasi ein unvermuteter Schlag verpasst, weil man mit dieser Klarstellung der Situation nicht gerechnet hat.
Der Schwerpunkt  liegt mehr auf der Beschreibung der aktuellen Situation, den Gedanken und Handlungen der jeweils agierenden Person oder Gruppe, die Zombies sind fast schon eine Randerscheinung – was dieses Buch zu einem sehr guten Buch macht, ist die Tatsache, das alles sehr realistisch und plastisch beschrieben ist und die Zombies einem eigentlich eher wie eine Randerscheinung vorkommen – man fiebert die meiste Zeit mit den Personen mit, die versuchen, sich trotz der Zombies am Leben zu erhalten . 

Behandelt werden jeweils recht kurze Situationen, bei denen man das Gefühl hat sie in Echtzeit zu lesen, und so liest man atemlos mit und zittert bei jedem Satz mit als stünde man live daneben.

Wenn man schon nicht mehr glaubt, dass noch ein großer „Showdown“ kommt, wird auf den letzten Seiten eines Besseren belehrt – wo in einem anderen Roman die letzten Seiten aus „und wenn sie nicht gestorben sind…“ besteht, wird hier nochmal richtig aufgedreht und sogar im letzten Absatz wird das Blatt nochmal gewendet.
Daher mit gutem Gewissen : Auch Nicht-Zombie-Fans wird dieses Buch gefallen


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